Kuendesha mradi ya moyo- das Herzensprojekt vorantreiben
Wie mir mein schlafendes Patenkind dabei hilft, fokussiert mein Ding zu machen
Ja, dieser Text ist gerade Prokrastination. Später heute steht die Trauerfeier für M. an. Mit wenigen Menschen, Musik aus dem Herrn der Ringe Film und von Alligatoah.
Und natürlich auch Paulus, der gesagt hat, dass wir Menschen nichts sind ohne Liebe, dass wir aber ganz viel nicht kapieren und die Welt und uns selbst nicht verstehen, und die Hoffnung hochhält, dass wir irgendwann verstanden werden und verstehen können. In einer anderen Wirklichkeit. Noch nichts davon aufgeschrieben…
Vielleicht ist das jetzt gerade eine kleine Fingerübung.
Denn jetzt gerade geht es mir um mein Herzensprojekt und darum, wie ich immer mehr herausfinde, was ich brauche, um es wirklich zu verfolgen.
Was in meinem Leben mehr werden darf
Ich möchte mit meiner Kunst Menschen erreichen. Nicht als Konsum für schön an die Wand, sondern als co-kreativen Prozess. So dass die gemeinsam geschaffene Kunst am Ende für diesen einen Menschen viel mehr Bedeutung hat als Farbe auf Papier.
Ich möchte mit Menschen eine Suchbewegung machen, die sie tiefer in ihre Intuition und in ihre Herzensverbindung bringt, damit sie immer mehr den Mut haben, herauszufinden, was sie wirklich im Leben brauchen.
Ich möchte, dass Menschen mit mir gemeinsam spielerisch zu Forschenden werden, die voller Freude herausfinden, was ihnen wichtig ist.
Denn ich glaube, dass dadurch unsere Lebenskreise und unsere Möglichkeiten jedes mal ein bisschen größer werden und wir gemeinsam wachsen.
Seit Monaten versuche ich, dieses Angebot so zu formulieren, dass ich es auf einer Website präsentieren kann.
Parallel bastel ich an einer Datenbank, um die Fülle der Bilder auffindbar zu machen und bin total dankbar für KI bei Verschlagwortung und Systematik von sowas, denn ich wäre mit meinem neuro bunten Gehirn bei jeglicher Form von Routine völlig hilflos verloren.
Ich merke, dass ich immer wieder prokrastiniere. Und vermutlich aus guten Gründen, jede Menge Beziehungsthemen, jede Menge Arbeit im Hauptjob, den ich ja auch erst seit ein paar Monaten wieder ausübe, und überhaupt noch gar keine Ahnung, wann und wie das Neue in die Welt kommen kann.
Aber wenn ich Kunst mache,
wenn ich über die Kunst mit Menschen in Kontakt gehe,
Wenn ich mein krauses Gehirn auf Mustersuche schicke, rührt das an eine tiefe Freude in mir.
Und die will ich gerne teilen.
Tja, aber dafür bräuchte es eben eine Homepage und Sichtbarkeit…
Wie gut wenn man kreative Menschen kennt
Davon gibt es in meinem Umfeld zum Glück einige.
Unter anderem mein “kleines” Patenkind E. , das mit Anfang 20 inzwischen kommunikationsdesign studiert. (Das “Große” ist über 40 und ebenfalls eine große Freude für mich.) Mit E.s Hilfe habe ich schon mein Logo und ein Rollup mit großer Freude entwickelt und nutze ihre Designfähigkeiten immer mal wieder schamlos aus.
Und weil Semesterferien sind, sie endlich wieder ein bisschen über den Tellerrand schauen kann und darum mal wieder Patentantenzeit anstand, haben wir uns verabredet
Drei Tage Besuch, ein Tag Homepage Camp…
Ein guter Gast geht an den Kühlschrank und weiß wo die Gläser stehen
Gleichzeitig gab es jede Menge vegane Pizza, Beziehungsgespräche und laue Abende auf dem Balkon.
Weil, das ist meine Überzeugung, es ist wichtig liebe Gäste gut zu füttern. Und ich lerne immer jede Menge im Kontakt mit einer jungen Frau aus einer anderen Generation.
Auf manches, was sie schon weiß und verstanden hat, bin ich echt neidisch. Ich habe viel länger gebraucht, um mich überhaupt erst auf die Suche zu machen, was bei mir knirscht und woran das liegt.
Gleichzeitig sehe ich natürlich auch, dass alle Reflexion immer auch Umsetzung braucht und die ist in dem Alter auch nicht leichter als mit Mitte 50.
Auch der Homepage Camptag startete erstmal mit einem Frühstück und frischgebackenem Brot (wie gut wenn man nach Pizzateig übrig hat, wenn das normalbrot schimmelig geworden ist 😉)
Aber dann sind wir gut gestärkt gestartet. Und ein super anfangspunkt waren gute Fotos von meinen kleinen Art to wear Kunstwerken, damit ich die KI weiter füttern kann.
Und dann habe ich mich endlich hingesetzt, damit sie ein paar Texte hat, mit denen sie für die Homepage weiterdenken kann.
Oben im durchaus warmen Gäste Bürozimmer, während sie noch Fotos machte…
Und allein die Tatsache, dass da ein anderer Mensch mit mir unterwegs ist und mit mir darüber nachdenkt, wie das alles aussehen soll, löst die monatelange Blockade ohne deadline in Wohlgefallen auf.
Und weil die Nacht kurz war und sie jetzt gerade erstmal Pause hat, lümmelt sie sich aufs Gästebett. Prima, dann kann ich ihr gleich vorlesen, in welche Richtung ich gerade denke und mir ein Feedback einfangen.
Habe ich mir so gedacht.
Hat auch einmal geklappt.
Beim zweiten vorlesen ist es hinter mir verdächtig still.
Als ich mich Feedback heischend umdrehe, sehe ich geschlossene Augen und Entspannung.
Ich lächle und tippe weiter.
Und merke, es reicht voll und ganz dass sie da ist. Dass wir nachher miteinander über die Texte und die Gestaltung im Austausch sind.
Es reicht voll und ganz, damit ich in meiner Präsenz ganz genau spüre, was ich sagen will. Vielleicht auch weil ich es ihr sagen und erklären möchte.
Und weil ich darauf vertraue, dass sie einerseits mich gut kennt und mir sagen kann, ob ich mich verbiege und andererseits aber auch selbst sehr klare und ästhetisch ansprechende Vorstellungen hat, mit denen wir dann wieder gemeinsam spielen können.
Freude wächst durch gespiegelte Freude
Und mir wird klar: ja ich brauche Resonanz. Ich brauche Menschen, die sich mit mir an meiner Freude freuen.
Ich brauche Komplizen, Kumpane und Ermutigungsgehilfen.
Erst in solchen Beziehungen “erkenne ich wie ich erkannt bin” um es mit Paulus zu sagen. Habe ich einen Spiegel, der mir meins manchmal “über Bande” zeigt, wie einen besonders eleganten Billardstoß.
Denn dann verheddere ich mich nicht in Beziehungspingpong, sondern wachse in Verständnis und Mitgefühl für mich und die anderen. Und stelle plötzlich beim Zuhören fest: hey das ist ja gar nicht so anders als bei mir…
Und da bin ich missverständlich und da braucht es noch ein bisschen was… Patenkind ist dann am nächsten Morgen noch weiter in den hyperfokus gestürzt. Die Seite wächst und freut mich jetzt schon.
Ich bin total dankbar, wie sich Lern- und Wachstumsräume miteinander aufslannen. Wie es geht, ernst und albern, beschwipst und professionell und ohne inneren Druck miteinander das Herz wachsen zu lassen.
Es darf leicht sein, traumwandlerisch.
Wie im Schlaf 😜
Bleibt behütet
Die Künstlerin und die Pastoressa und das Unternehmerkind. Aber nicht die KI.
carmikahindo





